Dieser Bereich unserer Homepage wird im Laufe der Zeit wachsen. Es gibt ganz klassische Fragen, die oft an uns herangetragen werden und die nicht ein einem Satz zu beantworten sind. Antworten hierauf können Sie dann hier finden.

Schlagzeug


Aufbau- und Stimmanleitung


Vorbereitung
Öffnen Sie die Kartons ohne Verwendung eines Messers oder Cutters. So verhindern Sie, dass die Kesseloberfläche oder die Felle beschädigt werden. Breiten Sie die Einzelkomponenten auf einem Teppich oder einer anderen nicht kratzenden, geraden Fläche aus. Achten Sie auf unscheinbares Verpackungsmaterial. Oft befinden sich in vermeintlichen Verpackungsresten wichtige Schrauben und Formteile.

Machen Sie sich mit den einzelnen Komponenten vertraut. Je nach erworbenem Instrument sind einzelne Trommeln bereits vormontiert. Meistens müssen jedoch vor allem bei den größeren Kesseln zunächst noch die Felle und Spannreifen montiert werden. 

Bassdrum

  • a. Stellen Sie den Kessel senkrecht auf, so dass sich die Rosetten der Bassdrumbeine oben befinden.
  • b. Legen Sie das Resonanzfell (oftmals schwarz) so auf den Kesselrand, dass später beim aufgebauten Set die Beschriftung richtig herum zu lesen ist.
  • c. Legen Sie den Spannreifen mit der flachen Seite kopfüber lose auf den Fellrand.
  • d. Montieren Sie die Bassdrumklauen, Unterlegscheiben und Stimmschrauben.
  • e. Ziehen Sie die Schrauben über Kreuz an. Dabei darf die Spannung kurzfristig überhöht werden, damit sich das Fell passend ausrichtet und sich später nicht mehr so schnell verstimmt.
  • f. Lösen Sie die Schrauben wieder und ziehen Sie alle gegenüberliegende Schrauben jeweils am Gewinde mit den Fingern fest. So erreichen Sie eine gleichmäßige Ausgangslage zur eigentlichen Stimmung.
  • g. Drücken Sie nun mit einem Handballen leicht auf die Fellmitte. Es bilden sich Wellen, die Sie leicht durch Spannen des Fells wegbekommen.
  • h. Ziehen Sie hierzu mit der freien Hand alle Stimmschrauben über Kreuz leicht an. Die Stimmung ist ideal, wenn die Stimmschrauben bereits nach einer halben Rückwärtsdrehung wieder lose sind. Testen Sie dies ruhig einmal, um ein Gespür dafür zu bekommen!
  • i. Drehen Sie die Bassdrum nun einmal komplett herum und arbeiten Sie die Schritte b. bis h. auch für das Schlagfell ab. Bei vielen Schlagzeugmodellen verhindert ein Schoner am Spannreifen Kratzer durch das Bassdrumpedal. Selbstverständlich muss dieser Schoner nach der Montage der Bassdrum nach unten weisen.

Toms

  • a. Fangen Sie mit dem größten (Stand-)Tom an. Stellen Sie den Kessel senkrecht auf.
  • b. Legen Sie das Schlagfell so auf den Kesselrand, dass die Beschriftung in Richtung des Logos der Trommel weist.
  • c. Legen Sie den Spannreifen lose auf den Fellrand.
  • d. Montieren Sie die Unterlegscheiben und Stimmschrauben.
  • e. Ziehen Sie die Schrauben über Kreuz an. Dabei sollte die Spannung kurzfristig überhöht werden, damit sich das Fell passend ausrichtet und sich später nicht mehr so schnell verstimmt.
  • f. Lösen Sie die Schrauben wieder und ziehen Sie alle gegenüberliegende Schrauben jeweils am Gewinde mit den Fingern fest. So erreichen Sie eine gleichmäßige Ausgangslage zur eigentlichen Stimmung.
  • g. Drücken Sie nun mit einem Handballen leicht auf die Fellmitte. Es bilden sich Wellen, die uns gleich beim Stimmen sehr hilfreich sind.
  • h. Ziehen Sie mit der freien Hand alle Stimmschrauben über Kreuz soweit an, bis gerade eben keine Wellen mehr zu sehen sind. Die grundsätzliche Tonhöhe kann man je nach Geschmack bereits so verwenden. Nun muss jedoch noch die Spannung zwischen den verschiedenen Stimmschrauben angeglichen werden um einen definierten Ton zu erhalten. Klopfen Sie das Fell in der Nähe der Stimmschrauben leicht an. Die Stimmung ist ideal, wenn die Tonhöhe an allen Punkten gleich hoch ist.
  • i. Montieren und stimmen Sie auch das Resonanzfell wie unter den Punkten b. bis h. beschrieben. Dieses Fell darf minimal höher gestimmt sein. Das längste Sustain erhalten Sie, wenn Schlag- und Resonanzfell gleich hoch gestimmt sind.
  • j. Montieren und stimmen Sie nun auch alle weiteren Toms wie unter den Punkten b. bis i. beschrieben. Hierbei ist es ratsam, passende Intervalle (z.B. Quarte oder Quinte) zu wählen. Schlagen Sie daher bitte immer wieder mal zwischendurch auf die bereits gestimmten Toms, um das gesamte Klangbild im Auge zu behalten.

Snare

  • a. Die Snare ist in der Regel vormontiert, selten jedoch gestimmt. Lösen Sie die Snareabhebung indem Sie den Hebel umlegen. Klopfen Sie das Fell in der Nähe der Stimmschrauben leicht an. Die Stimmung ist ideal, wenn die Tonhöhe an allen Punkten gleich hoch ist. Dabei darf das Snarefell recht hoch gestimmt werden, also weit über den Punkt hinaus, ab dem man die Wellen im Fell nicht mehr sieht.
  • b. Lassen Sie den Snareteppich lose und drehen Sie die Snare auf den Kopf. Mit einer Hand können Sie nun den Teppich an einer der beiden Brücken leicht anheben. (Bitte niemals an den Spiralen hochheben!) Der Teppich rasselt nun nicht mehr mit. Das Fell kann jetzt ungestört hoch gestimmt werden.

Hardwaremontage

Alle Pedale, Stative, Tomarme etc. sind weitgehend vormontiert. Hier und dort müssen Teleskoprohre zusammengesteckt und Stativfüße auseinandergespreizt werden. Schon ein wenig schwieriger gestaltet sich das Herausfinden der optimalen Spielpositionen, zumindest, dann, wenn man vorher noch nie ein Drumset aufgebaut hat. Man sollte bedenken, dass man das Set im Stehen aufbaut, jedoch danach im Sitzen spielt. Folglich neigt man schnell dazu, alle Komponenten zu hoch aufzustellen. Dann kommt man im Sitzen jedoch nicht mehr bequem an die Trommeln und Becken. Es ist keine gute Idee, die Schlagflächen zur besseren Bespielbarkeit schräg zu stellen. So entstehen schnell Dellen in den Fellen. Auf die Becken lastet eine Spannung im Bereich der Zentrierung. Viel entspannter für Schlagzeug und Spieler ist ein relativ flacher Aufbau.

Ansonsten sollte man einfach immer mal wieder ein wenig probieren, seine Einstellungen noch ein wenig zu optimieren. Schlagzeugspielen ist ein dynamischer Prozess, auch was den Aufbau des Sets betrifft. Und so ist es ganz normal, dass man selbst nach Jahren immer noch auf die Idee kommt, z.B. die Snare etwas anders aufzubauen, andere Fellsorten auszuprobieren oder ein anderes Bassdrumpedal zu testen. Denn einer der Reize des Schlagzeugspielens ist es, am Instrument immer wieder neue Dinge ausprobieren zu können, ohne gleich ein komplett neues Set kaufen zu müssen.

Pflegehinweise

Spielen
Achten Sie beim Spielen darauf, dass Ihr Instrument nicht durch ungünstige Umstände Schaden erleidet. Sind die Trommeln so aufgebaut, dass keine benachbarten Metallteile den Lack zerkratzen können? Sind die Trommeln standfest aufgestellt? Wurden die Becken freischwingend aufgehängt? Durch Vorsicht lassen sich kleine Macken und viele große Schäden vermeiden.
Trommeln, die beim Spielen der Witterung ausgesetzt sind, müssen mit geeigneten Pflegemitteln gegen Rostbildung geschützt werden. Wenn diese Instrumente nassgeregnet wurden, müssen sie umgehend abgetrocknet werden.
Genau wie der Pianist kennt auch der Drummer die dynamischen Stufen ppp bis fff. Wer seinen Dynamikbereich darüber hinaus ausdehnt, läuft Gefahr, dass Becken, Felle, Sticks und sogar die Pedale zu Bruch gehen. Lauter wird das Spiel dennoch nicht, da die Klangkörper nicht noch mehr Schall abgeben können und stattdessen eine irreversible Deformation stattfindet. Schäden durch zu heftiges Spielen können nicht im Rahmen unserer Garantie abgewickelt werden.

Transport

Nur im passenden Trommelkoffer oder in einer gut gefütterten Tasche können Sie Ihre Trommeln und das Zubehör sicher transportieren. "Unverhofft kommt oft." Und schon ist die Macke im Holz! Auch wenn es mit etwas Mühe verbunden ist: Packen Sie Ihr Schlagzeug-Equipment gut ein. Bedenken Sie beim Transport immer, dass Sie durchaus mal kräftig bremsen müssen. Achten Sie schon beim Beladen darauf, dass Kessel, Stative etc. nicht weiter nach vorne rutschen können. Die Instrumente stehen am besten direkt an der vorderen Ladewand. Schützen Sie Ihr Equipment auch gegen Umfallen beim Anfahren und in Kurven! Schäden, die durch Transport entstehen, sind nicht durch die Garantie abgedeckt.
 
Lagerung
Die Lagerung eines Schlagzeuges ist eine bequeme Sache! Es kann einfach aufgebaut stehen bleiben. Trotzdem gibt es einige Dinge zu beachten:
Direkte Wärme- und UV-Strahlung muss vermieden werden. Die Folien von bezogenen Kesseln dehnen sich stärker als das Holz und bilden dauerhaft Wellen. Dies wirkt sich nachteilig auf den Klang aus und sieht zudem nicht schön aus. Der Lack von lackierten Kesseln kann spröde werden und bei leichten Stößen deutlich schneller abblättern.
Auch hohe Luftfeuchtigkeit ist schädlich. Verchromte und vergoldete Kessel und Hardwarekomponenten blühen bei Feuchtigkeit gerne aus. Gewinde, Ketten und Spannreifen fangen an zu rosten.
Lassen Sie Ihre Trommeln nicht im Auto, Band-Anhänger oder gar draußen stehen. Neben der Diebstahlgefahr unterliegt Ihr Instrument dort schnellen und deutlichen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen, die den Alterungsprozess beschleunigen. Stellen Sie kein Instrument ohne Schutz auf Asphalt und Beton. Die dünne Verchromung erleidet sofort Schaden. Rostbildung ist die Folge. Bei Becken bildet sich schnell ein Grat, der auf Dauer zum Riss führt.
Schützen Sie Ihr Instrument vor Stürzen von ungeeigneten Lagerorten. Legen Sie es also niemals auf Stühle, Tischkanten, Heizungen, Fensterbänke etc.
Schäden, die durch Sturz entstanden sind, ziehen in der Regel Beulen und Materialabrieb nach sich. Eine Garantieleistung ist in diesen Fällen immer ausgeschlossen.
 
© 2007 Manfred Kintzel